Einweihung des Laborraumes CNC-Drehen
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Nachdem wir bereits im Bereich des CNC-Fräsens unseren Maschinenpark und die Laborausstattung an die modernen Ansprüche der Zerspanungstechnik anpassen konnten, suchten wir nach einer Möglichkeit, dies auch im Bereich der CNC-Drehtechnik zu realisieren.
Die bisherigen Maschinen, deren Steuerungen und die Laborausstattung entsprachen nicht mehr den Anforderungen an realitätsnahe und moderne Berufsausbildung. Das Hauptproblem, die Finanzierung neuer Maschinen und die Einrichtung des Labors W21, konnte mithilfe der Possehl-Stiftung gelöst werden, die den Hauptanteil von 120000 Euro beisteuerte. Ohne diese Unterstützung wäre die Erneuerung so nicht möglich gewesen.
Durch das Engagement der Abteilungsleiter Herrn Fricke (Fachschule) und Herrn Zabel (Metallabteilung) konnten wir
unsere alten CNC-Maschinen (Weiler, Traub) verkaufen und wurden nach Verhandlungen mit mehreren
Werkzeugmaschinenherstellern stolzer Besitzer von 2 hochmodernen CNC-Drehmaschinen NEF 400 der Firma DMG.
Herr Fröhlich sorgte, neben seinen guten Kontakten zur Possehl-Stiftung, dafür, dass der restliche Etat aus Mitteln
der Schule bestritten werden konnte.
Am Ende kamen so die benötigten 215000 Euro zusammen!
Am 20. Mai 2010 war es dann soweit, den Laborraum W21 im Rahmen einer Einweihungsfeier offiziell vorzustellen. Dabei durften wir als Gäste Frau Menken (Vorsitzende der Lübecker Possehl-Stiftung), viele Firmenvertreter aus dem Bereich der Metalltechnik und einige weitere interessierte Besucher begrüßen.
Herr Fröhlich wies in seiner Eröffnungsrede darauf hin, dass es sehr erfreulich ist, jetzt über positive Geschehnisse an unserer Schule sprechen zu können. Er unterstrich die Wichtigkeit für Investitionen, um moderne Ausbildung zu gewährleisten. Sein Dank galt der Possehl-Stiftung und allen Kollegen, die an der Erneuerung des Labors mitgearbeitet haben.
Anschließend stellte Frau Menken fest, dass die Förderung der Bildung gerade heutzutage höchste Priorität haben muss. In dieser Verpflichtung sieht sich die Possehl-Stiftung im Sinne Ihres Gründers Emil Possehl. Somit können der Gesellschaft und Wirtschaft frischer und fähiger Nachwuchs gesichert werden.

Rede Frau Menken (Vorsitzende der Lübecker Possehl-Stiftung)
Herr Zabel verwies abschließend auf die umfangreichen Nutzungsmöglichkeiten für die Auszubildenden aus den Bereichen Zerspanungs-, Werkzeug-, Feinwerk- und Industriemechanik. Das computergesteuerte Drehen (und Fräsen) an einer Maschine mit höchster Präzision ist eine der zukünftig wichtigsten Technologien in der Metalltechnik. Hierzu gehört unter anderem die Möglichkeit, 3D-Zeichnungen mittels CAD zu erstellen, in CNC-Programme umzuwandeln und anschließend die Werkstücke zu fertigen.
Anschließend wurden die Neuerungen vorgestellt:
| Schüler des beruflichen Gymnasiums entwickelten unter Anleitung von Herrn Oelke mittels des Programmes „Lab View“ eine Visualisierung für unsere Zerspanungsversuche, mit der wir Daten aus Drehversuchen jetzt grafisch darstellen, speichern und auswerten können. Eine Möglichkeit, die wir vorher in diesem Bereich nicht hatten. | ![]() |
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Herr Widderich demonstrierte mit einer Industriemechaniker-Klasse die Anwendung eines CAD-Programmes (Inventor) und die Programmerstellung mit der Siemens Sinumerik 840D-Steuerung ( „Shop Turn“). |
Natürlich wurden, gemäß dem Wunsch von Frau Menken, auch „Späne erzeugt“. Die Bedienung der Maschinen erfolgte dabei durch unsere Fachlehrer Herrn Falckenhagen und Herrn Stender, die in umfangreicher und intensiver Arbeit in den Monaten zuvor dafür gesorgt haben, dass das gesamte Labor freigeräumt, neu gestrichen und anschließend neu eingerichtet und ausgestattet wurde.
Zur Ausstattung gehören nun 12 Schülerarbeitsplätze und ein Lehrerplatz, die über einen Server miteinander vernetzt sind. In Kürze erfolgt noch eine Anbindung an unser Zoller Werkzeugvermessungssystem, damit auch die Werkzeugeinstelldaten direkt an die Maschine übertragen werden können.
| Die Maschinen NEF 400 der Firma DMG sind aus der neuesten Generation dieser Serie. Eine Maschine verfügt über angetriebene Werkzeuge, womit wir unser Spektrum, welche Konturen an den Werkstücken hergestellt werden können, stark erweitern. | ![]() |
Somit können wir den Auszubildenden im Bereich der Zerspanungstechnik von den Grundlagen bis zu hoher Planungs-, Programmier- und Fertigungskomplexität eine sehr große und hochmoderne Bandbreite anbieten. Die SchülerInnen können dies nicht nur in der Theorie (Simulation), sondern auch in vollem Umfang in die Praxis umsetzen und so das Gelernte und Erarbeitete überprüfen. Eine Grundlage unserer Pädagogik, die wir in der Berufsausbildung anstreben.
Impressionen der Labor-Einweihung:
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Text und Bilder: Torsten Althoff, EPS




















