"FORUM Emil-Possehl-Schule"
Vortrags- und Diskussionsveranstaltung zur Thematik "Wertewandel in unserer Gesellschaft?" am 27.4. 2010
"TU ES"
Unser diesjähriger Referent ist der Lübecker Unternehmer Max Schön.
In seiner kurzen aber sehr persönlichen Vorstellung präsentiert er sich zunächst als Familienvater einer
insgesamt 7-köpfigen Patchworkfamilie und betont deren besonderen Einfluss auf seinen beruflichen
Werdegang. So sei er vor einiger Zeit, um mehr Zeit für seine Familie zu haben, als Geschäftsführer der
Max Schön AG (www.max-schoen.de /
www.sanistaal.dk /
www.maxundco.de) zurückgetreten und habe in den
Aufsichtsrat gewechselt. Dadurch seien auch die für ihn so wichtigen und vielfältigen ehrenamtlichen
Aktivitäten mit seinen privaten Verhältnissen im Einklang. Die Schwerpunkte bestünden jedoch in seiner
Präsidentschaft des CLUB OF ROME Deutschland (www.clubofrome.de)
und seiner Tätigkeit als Vorsitzender der DESERTEC Foundation
(www.desertec.org), welche im Zentrum der heutigen
Veranstaltung steht.
Das DESERTEC-Konzept beinhalte die Idee einer zukünftigen Versorgung der Menschheit mit Hilfe einer
CO2-freien Energiegewinnung durch die Sonne und beruhe auf der Erkenntnis, dass alle Wüsten dieser Erde
in nur 6 Stunden mehr Energie durch die Sonne empfangen könnten, als die gesamte Menschheit in einem
ganzen Jahr verbrauche. Solarkraftwerke würden in Wüstengebieten den dezentralen Ausbau von Wind und
Sonne ergänzen. Somit finde eine Energiewirtschaft statt, die Strom vor Ort produziere und verbrauche,
aber die auch Energie in weiter entfernte Gegenden transportieren könne. Ziel sei es, einen weltweiten
Ausstieg aus der Energiegewinnung durch Atom - und Kohlekraftwerke zu beschleunigen. Das DESERTEC Konzept sehe für Nordafrika und den Nahen Osten vor, zunächst den eigenen Energiebedarf klimafreundlich zu decken. Darüber hinaus könnten die Regionen ihren sauberen Wüstenstrom in den Norden exportieren und somit in Zukunft zur Lösung der globalen Energieversorgung beitragen. Auch jeder Einzelne von uns könne sich für dieses zukunftsweisende Projekt nicht nur engagieren durch den Kauf eines 1 Quadratmeter großen Spiegels in der Sahara, sondern auch durch das Ausüben von Druck auf unsere Politiker; zum Beispiel durch eine riesige "Postkartenaktion" mit der Aufforderung: "Wenn Sie sich für DESERTEC einsetzen, wähle ich Sie - wenn nicht, dann eben nicht!"
"TU ES!" ist der markante Schlussappell Max Schöns.
Eine sich anschließende Diskussion mit den anwesenden Schülerinnen und Schülern verläuft sehr angeregt:
"Wie schaffen Sie denn zeitlich Ihr gesamtes Engagement?
Was tragen Sie denn selbst in Ihrer Lebensweise zu Ihren Ideen bei?
Wie sind Sie denn überhaupt zu Ihrem Denken und zu diesen vielfältigen
Aktivitäten gekommen?"
Bereits als Student habe Max Schön damit begonnen, sich konkret zu engagieren und schon damals überlegt, wie
er umweltfreundliche Technologien später in der Firma umsetzen könnte.
In seinen Antworten wirkt er sehr authentisch, indem er auch eigene Schwächen eingesteht
(z.B. der 12 Liter Diesel verbrauchende Geländewagen). Jedoch könne er auch das selbst leben, was
er fordert. Sein Haus (die alte Schule in Lübeck-Israelsdorf) sei hervorragend gedämmt und mit einer
Pellet-Heizung versehen. Natürlich sei auch das Fahrrad für ihn ein wichtiges Fortbewegungsmittel.
In einer folgenden Nachbesprechung im Klassenraum erfährt Herr Schön viel Lob von unseren Schülerinnen
und Schülern. Er habe sich ganz fantastisch vorbereitet. Durch seine Präsentation und seine sehr
anschaulichen, farbigen Diagramme und fühlten sich viele in ganz besonderer Weise angesprochen.
Durch seine eindringlichen Appelle seien sie motiviert worden, auch selbst etwas zum Klimaschutz
beitragen zu können.
Moderation und Text: Julia Salenz, Dagmar Ströder; Photos: Rolf Bentkamp

Schulleiter Dietmar Fröhlich begrüßt unseren Referenten

Dagmar Ströder stellt die Intention des "CO2-freien" Blumenschmucks unserer Floristinnen vor

Trotz aller Ernsthaftigkeit der Thematik: Herr Schön versteht es, junge Menschen auch humorvoll zu unterhalten

"Schleswig-Holstein erwartet plus einen Meter Anstieg des Meeresspiegels in den nächsten 100 Jahren."

Die von Herrn Schön dargestellten Horrorszenarien für die Zukunft sorgen für ernsthafte Stimmung

Gespanntes Zuhören einer hochkonzentrierten Schülergruppe

Das DESERTEC-Projekt schafft Ernsthaftigkeit

"Wie kamen Sie ursprünglich zu Ihrem Denken/Ihrem Engagament?"

"Auf welche Weise sind Sie denn heute hierhergekommen, Herr Schön?"

"Wie kann man dem Irak helfen?"

Frau Salenz moderiert die Diskussion.

"Was tragen Sie selbst denn zur CO2-Verminderung bei?"

Selten so ruhig und konzentriert









