Günter-Grass-Haus

Das Günter-Grass-Haus wurde im Jahr 2002 am 75. Geburtstag zu Ehren des Autors und Nobel Preis Gewinners für Literatur, Günter Wilhelm Grass, eröffnet. Das Gebäude kann als ein weiterer der kulturellen Schätze Lübecks angesehen werden. Das Haus befindet sich in der Glockengießerstraße gegenüber der Katharinenkirche. Es wird als Präsentationsraum für Kunst und Kultur sowie als Diskussionforum genutzt. Hinter dem Haus ist ein Garten mit einem Verbindungsweg zum Willy-Brandt-Haus. In diesem Garten sind viele Skulpturen und ein Stück der Berliner Mauer zu sehen. Günter Grass möchte, dass sich zukünftig ein Weg von diesem Garten zum Bürgergarten, der im Osten der Königsstraße liegt, erstreckt und dann bis zum Heiligen-Geist-Hospital führt.

Günter Wilhelm Grass ist 1927 in Danzig geboren aber er lebte in Westdeutschland und wurde zu einem bekannten Autor durch seine Novelle „Die Blechtrommel“ (1959). Er studierte Grafik und Bildhauerei in Düsseldorf und Berlin. Später arbeitete er auch als Autor und reiste viel um die Welt. Günter Grass erstellte ca. 3000 Zeichnungen und Skulpturen in seinem Leben. Grass war ein aktives Mitglied der SPD er arbeitete mit dem ehemaligen westdeutschen Kanzler Willy Brandt zusammen. In seiner politischen Arbeit grenzte er sich deutlich gegen Linksradikale ab. Im Jahr 1980 lebte er sechs Monate lang in Kalkutta. Am 12. August 2006 gestand er spät ein, dass er, 15-jährig, der Marine als ein Mitglied der Waffen SS beitrat.

In einem BBC-Interview sagte er:
„Es passierte mir, wie es vielen in meinem Alter erging. Wir waren arbeitslos und wurden alle ein Jahr später einberufen. Erst als ich nach Dresden kam wurde mir klar, dass ich in der Waffen SS war.“