Die Hanse war eine Vereinigung niederdeutscher Kaufleute, die zwischen dem 13. und 17. Jahrhundert ein Handelsmonopol über die Ostsee errichteten.In den Zeiten ihrer größten Ausdehnung waren beinahe 200 See- und Binnenstädte in der Hanse. Sie war nicht nur auf einer wirtschaftlichen, sondern auch auf einer politischen und kulturellen Ebene ein wichtiger Faktor. Die Hanse hatte sogar soviel politische Macht, dass sie siegreiche Kriege bestreiten konnte ohne eine eigene Souveränität zu haben. Dies war wichtig um die Handelsmarine vor Piraterie zu schützen.
Es gibt kein genaues Gründungsdatum der Hanse. Als Gründungsjahre wird einmal der Wiederaufbau Lübecks im Jahre 1159 genannt, sowie die Erwähnung eines deutschen Kaufmannsbundes in einer Londoner Urkunde aus dem Jahre 1156.
Aus der Kaufmannshanse entstand die Städtehanse. Gegründet wurde die Städtehanse im Jahre 1241, als Lübeck und Hamburg ihre 11-jährige Zusammenarbeit auf eine vertragliche Basis stellten.
Die Hanse verlor an Macht als die ländlichen Territorialgewalten erstarkten. Ein anderer Grund war die Entdeckung Amerikas. 1441 musste die Hanse die wirtschaftliche Gleichberechtigung der Niederlande anerkennen, welches sich zur gleichen Zeit mit Dänemark verbündete. Der Todesstoß erfolgte durch die Schließung des Peterhofs in Nowgorod, der bei der Eroberung Nowgorods durch Iwan III. zerstört wurde. Das Büro in Bergen wurde 1775 an den „Stalhof“ in London verkauft.
Lübeck und Hamburg haben in der Zeit der Hanse eng zusammengearbeitet. Während
Hamburg den Nordseeraum und West-Europa abdeckte, war Lübeck für den Handel im Ostseeraum und in
Skandinavien zuständig. Der Handel zwischen Lübeck und Hamburg wurde meistens über Land, aber auch mit
kleinen Schiffen über den Stecknitzkanal, vollstreckt.