Die Puppenbrücke ist die erste Brücke, die in Lübeck aus Steinen errichtet wurde.
Doch als die Brücke 1634 erbaut wurde, waren es noch keine Steine sondern Holz.
Als die Brücke im Laufe der Jahre immer mehr Schäden aufwies, kam es 1743 zu einem hölzernen Umbau. Erst
1773 kam es zu einem Umbau mit Steinen und durch den Stadtbaumeister sollte sie mit Figuren verziert werden.
Vorgesehen waren 12 Figuren. Entstanden sind die Figuren in einem Zeitraum von zwei Jahren. 1907 kam es
dann zum heute landesweiten bekannten Umbau der Puppenbrücke.
Die Statuen, die auf der Brücke stehen, sind Symbole für Themen, Eigenschaften und Gottheiten.
Im Einzelnen stehen sie für Freiheit (der Gott Merkur), Frieden (der Flussgott Neptun), Eintracht
(der Gott Ares), Klugheit, Fleiß und Sparsamkeit.
Die berühmteste ist die Figur Merkur, diese Figur steckt seinen Hinterteil in Richtung Westen.
Sein blanker Hintern gilt den Holsteinern.
Über die Figur Merkur schrieb einst Emanuel Geibel ein Gedicht in dem es heisst:
Zu Lübeck auf der Brücken da steht der Gott Merkur.
Er zeigt an allen Stücken olympische Figur.
Er wusste nicht von Hemden in seiner Götterruh;
Drum kehrt er allen Fremden den bloßen Podex zu.