Die Salzspeicher

Der Salzspeicher an der Obertrave, nahe dem Holstentor gelegen, wurde im Stil der Backsteinrenaissance und des Backsteinbarock erbaut.

Historische Wichtigkeit und vorige Nutzung:
Die Salzspeicher wurden zwischen 1579 und 1745 erbaut und waren im Besitz der Oldesloer Salzmiene bis 1839. Diese Information ist in einem Ziegelsteinrelief an der Vorderseite abzulesen.

Ursprünglich wurde im Salzspeicher Salz gelagert, welches auf dem Seeweg über die Trave oder der „Salzstrasse“ transportiert wurde. Später wurde das Salz dann aus Oldesloe mit Hilfe von Kähnen direkt über den Stecknitzkanal transportiert. Außerdem wurden im Laufe der Zeit noch Kleidung, Holz und Getreide gelagert.

Von Lübeck aus, wurde das Salz nach Skandinavien exportiert und war somit die Grundlage für Lübecks Reichtum und Einfluss. Das Salz wurde hauptsächlich zum Aufbewahren von Fisch genutzt, die an den Küsten von Norwegen, Schweden, Schonen gefangen wurden. Diese Technik machte das Handeln mit Heringen möglich.

Spätere Nutzung des Salzspeichers:
Nach der Nutzung als Speicher, wurde der Salzspeicher dann als Filmkulisse in dem Film „Nosferatu – eine Symphonie das Grauens“ von dem Filmemacher Friedrich Wilhelm Murnau, genutzt. In dem Film gaben die Speicher Nosferatu eine Unterkunft. Heutzutage werden die Salzspeicher als Textilfachgeschäft genutzt.