Schiffergesellschaft

Geschichte

Die Schiffergesellschaft wurde am 26. Dezember 1401 als St. Nikolaus Bruderschaft gegründet. Während der Reformation schlossen sich die St.Annen Bruderschaft und die Fischergesellschaft zur Schiffergesellschaft zusammen.
Umgangssprachlich nannte man sie „Schippern Selschup“.

1535 kauften sie für 940 Lübische Mark das im 13.Jahrhundert erbaute Gebäude. Im Laufe der Jahre bekam die Schiffergesellschaft durch ihre Kenntnisse über die Seefahrt noch Aufgaben wie das Ausstellen von Schiffspässen, Bewachung des Hafens und die Beratung des Senats hinzu.
Als 1866 der Zunftzwang außer Kraft trat, wurde die Schiffergesellschaft zu einer freien Genossenschaft, die die gewerblichen Interessen ihrer Mitglieder vertreten und unterstützt hat. Jedoch brachte dies der Schiffergesellschaft hohe Schulden ein und sie mussten das Gebäude verkaufen. Seitdem wird es als Gaststätte genutzt.

Das Gildenhaus der Schiffergesellschaft

Das Haus der Schiffergesellschaft gegenüber der Jakobikirche in der Breiten Straße wurde 1535 gekauft und bis 1538 umgebaut, so dass 18 Wohnungen für die Gildenbrüder geschaffen wurden. Das Gebäude wurde im Frührenaissancestil gebaut. Diese Phase der Backsteinrenaissance ist jedoch von Leuen nur äußerst schwer von der Backsteingotik zu unterscheiden.
Vor dem Gebäude befindet sich der so genante Gotteskeller. Den Zweiten Weltkrieg überstand das Gebäude unversehrt, lediglich die Inneneinrichtungen wurden zwischen 1972 bis 1976 restauriert.
Heute wird das ehemalige Gildenhaus als Restaurant und Kneipe betrieben. Seit 2005 wurde dazu ein Hinterhof der Schiffergärten eröffnet. Im inneren des Gebäudes hängen zahlreiche Modelle alter Segelschiffe und die Wände sind mit biblischen Gemälden geschmückt. Das Gebäude wurde wie ein Großteil der Altstadt von der UNESCO zum Erbe des Weltkulturguts erklärt.